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Sag Nein zum Routerzwang

Im­mer mehr Pro­vi­der un­ter­sa­gen, be­lie­bi­gen Rou­ter ver­wen­den zu dür­fen. Nach ei­nem Work­shop im Ju­ni bit­tet die Bun­des­netz­agen­tur nun um Stel­lung­nah­me. Hier ist mei­ne Stel­lung­nah­me da­zu.

Wer auch ei­ne schi­cken möch­te:

Sehr ge­ehr­te Da­men und Her­ren,

ich bin frei­be­ruf­li­cher Be­ra­ter für IT­-­Si­cher­heit. In mei­nen Bü­ro- und Pri­va­t­an­sch­lüs­sen wer­den nur An­sch­lüs­se zum Ein­satz kom­men, die dem

Mo­dell A: Netz­zu­gangs­schnitt­stel­le vor dem Leis­tungs­ab­schluss­ge­rät

ent­spre­chen.

Denn mein Un­ter­neh­men muss die Ho­heit über die Netz­gren­ze ha­ben. Aus meh­re­ren Grün­den:

  • Un­­­se­­re Kun­­den for­­dern, dass wir un­­­ser Netz­­werk schüt­­zen. Soll­te wir ge­zwun­­gen sein, ein En­d­­ge­rä­te ei­­nes TK-­­An­­bie­ters bei uns zu in­­­sta­l­­lie­ren, so müss­ten wir da­hin­ter ein zwei­tes Ge­rä­te in­­­sta­l­­lie­ren, über das wir die Ho­heit ha­­ben. Je­­des wei­te­­re Ge­rä­te be­­deu­tet aber nicht nur hö­he­ren Strom­­be­da­rf, son­­dern auch *hö­he­res Aus­­fall­­wahr­­schein­­lich­keit* des Ge­­sam­t­s­ys­tems.

  • Wir könn­ten kei­­ne Vor­­­sor­­ge mehr tre­f­­fen ge­­gen Hard­wa­re­aus­fall. Wenn der Rou­ter/­­Mo­­dem des TK-­­An­­bie­ters ka­­putt geht, sind müss­ten wir wa­r­ten, bin die­­ser sich be­quem­t, Er­­satz zu lie­­fern. Nur mit ei­­nem Rou­ter, den wir un­­ter un­­­se­­rer Ho­heit ha­­ben, kön­­nen wir ein Er­­satz­­ge­rät vor­­ha­l­ten und bin­­nen Mi­­nu­ten ein­­bau­en.

  • Als High­­-­­tech­­-­­IT­­-­­Un­ter­­neh­­men kön­­nen wir uns nicht ab­hän­­gig ma­chen von Tech­­ni­k­­-­­Ent­­schei­­dun­­gen, die ein TK-­­An­­bie­ter trifft. Bei­­spiels­wei­­se könn­te der TK-­­An­­bie­ter ent­­schei­­den, zwangs­­wei­­se NAT zu ak­ti­vie­ren, oder be­­stim­m­te Pro­to­­kol­le zu fil­tern Da­­mit könn­ten wir aber einen Groß­­teil un­­­se­­rer Tä­tig­kei­ten nicht mehr durch­­­füh­ren. Selbst wenn der An­­bie­ter heu­te zu­­sag­t, dies nicht zu tun, wür­­de ein Rou­ter un­­ter sei­­ner Ho­heit er­mög­­li­chen, dies von heu­te auf mor­­gen um­­­zu­s­tel­len -- oh­­ne Chan­­ce für un­­s, Vor­­­sor­­ge zu tre­f­­fen.

Zu­dem gibt es ei­ni­ge Markt­po­li­ti­sche Grün­de ge­gen den "Rou­ter­zwang":

  • Ein "Rou­ter­zwang" wür­­de zu­­dem zu ei­­ner Mark­t­­ver­­­zer­rung füh­ren: Nicht mehr die An­­schluss­­neh­­mer ent­­schei­­den, wel­che Fea­tu­res sie ha­­ben sol­len, son­­dern der TK-­­An­­bie­ter. Der An­­schluss­­neh­­mer müss­te dop­­pelt zah­len: das Ge­rät des TK-­­An­­bei­ters und das, das die ge­wün­sch­ten Fea­tu­res bie­tet. Denn das Ge­rät des TK-­­An­­bie­ters ist ja nicht ge­­schenk­t.

  • Ein "Rou­ter­zwang" wür­­de TK-­­An­­bie­tern die Mög­­lich­keit ge­­ben, pro­pri­e­tä­re, nicht stan­dard­­-­­­kon­­for­­me Über­­tra­­gungs­­pro­to­­kol­le zu nut­­zen. das wie­­der­um könn­te Aus­­wir­­kun­­gen auf die an­­de­ren Teil­­neh­­mer an der glei­chen Lei­tung ha­­ben (ähn­­lich wie jetzt be­reits DS­L­­-­­­Vek­to­ring) und an­­de­renn An­­bie­tern den Zun­­gang zur Teil­­neh­­mer­lei­tung ver­­weh­ren.

  • Da­­mit wä­­re der Teil­­neh­­mer wo­mög­­lich *nicht mehr frei, sei­­nen TK-­­An­­bie­ter* zu wech­­seln. Ei­­ne Re­­-­­­Mo­no­­po­­li­­sie­rung könn­te die Fol­­ge sein.

Einen An­bie­ter, der uns zwing­t, einen Rou­ter/­Mo­dem un­ter des­sen Ho­heit an­zu­schlie­ßen, wür­de bei und aus der Aus­wahl fal­len. Soll­te un­ser mo­men­ta­ner An­bie­ter dies zu­künf­tig ver­lan­gen, wür­den wir wech­seln.

Schönen Gruß
Hartmut Goebel

TrustCenter.de nimmt es mit der Sicherheit nicht mehr so genau

Pass­wör­ter im Klar­text und un­nö­ti­ge Da­ten sam­meln

Frü­her konn­te man bei Trust­Cen­ter.­de oh­ne gro­ßen Auf­wand ein Zer­ti­fi­kat er­stel­len, das die Gül­tig­keit der E-­mail­-­Adres­se be­stä­tig­t. Das ist völ­lig aus­rei­chen­d, um E-­mails ver­schlüs­selt zu ver­schi­cken und emp­fan­gen.

Heu­te nun ist mein Zer­ti­fi­kat ab­ge­lau­fen und ich be­nö­ti­ge ein neu­es. Ich ha­be mich ent­schie­den, zur Ab­wechs­lung mal wie­der ei­ne Zer­ti­fi­kat von "TC Trust­cen­ter" zu neh­men. Im­mer­hin hat die Fir­ma ih­ren Sitz in Deut­sch­lan­d.

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Von TC Trust­cen­ter war ich ab­ge­kom­men, weil sie zu vie­le Da­ten ha­ben wol­len, um ein simp­les Zer­ti­fi­kat nur auf die E-­mail­-­Adres­se zu er­stel­len. Ich hat­te mich da­mals so­gar beim Ham­bur­ger Da­ten­schutz­be­auf­trag­ten be­schwer­t, der auch nach­ge­fragt hat.TC Trust­cen­ter hat dann an­schei­nend ir­gend­was von "brau­chen wir, um im Not­fall die Zer­ti­fi­kats­neh­mer zu kon­tak­tie­ren" er­zählt und der Da­ten­schutz­be­auf­trag­te war zu­frie­den. Ich nicht!

Trotz­dem heu­te ein neu­er Ver­such -- und ich bin leicht ent­setz­t!

Noch im­mer wer­den die Adres­se und die Te­le­fon­num­mer ab­ge­fragt – das For­mu­lar lässt sich aber mit Dum­my­da­ten (00000, - und ähn­li­chem) ab­spei­sen. Aber:

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Das Not­fall­pass­wort darf nur noch 15 Zei­chen lang sein und nur noch aus den Zei­chen A-­Z, a-­z, 0-9 so­wie §%&*# be­ste­hen. Kein Un­ter­stich, kein Bin­de­strich (ich ha­be es aus­pro­bier­t). Ei­ne sehr ei­gen­ar­ti­ge Ein­schrän­kung. Sol­che Ein­schrän­kun­gen ken­ne ich, wenn die Da­ten­bank das Pass­wort im Klar­text spei­cher­t. Denn wenn es – ent­spre­chend dem Stand der Tech­nik – als Hash ge­spei­chert wird, be­nö­tigt man die­se Ein­schrän­kun­gen nicht.

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Als Sah­ne­häub­chen: Das Pass­wort wird auf der Be­stä­ti­gungs­sei­te dann auch schön im Klar­text an­ge­zeig­t. Na­ja, dann kann man es we­nigs­tens schön aus­dru­cken, gell?!

Nach­trag: Das The­ma hat sich qua­si er­le­dig­t: TC Trust­cen­ter wird ab 31. Ok­to­ber 2013 kei­ne Zer­ti­fi­kat mehr ausstel­len

Funktioniert Sprachausgabe inzwischen brauchbar?

Ges­tern ha­be ich mir über­leg­t, auch mal ei­ne klei­nes Tu­to­ri­al auf You­-­Tu­be zu stel­len. Aber oh­ne mei­ne Stim­me ...

... denn ich möch­te un­gern ei­nem ame­ri­ka­ni­schen Groß­kon­zern mei­ne Stimm­mus­ter ge­ben.

Dar­um die Fra­ge: Funk­tio­niert bei Sprach­aus­ga­be denn die Um­set­zung von Sät­zen in Spra­che ei­ni­ger­ma­ßen gut?

Wer da­mit Er­fah­rung hat, mö­ge mir bit­te ei­ne Mail schi­cken.

Mei­ne Ver­su­che mit Sprach­aus­ga­be (auf dem Ami­ga und da­mit zu­ge­ge­ben in den 1990ern) ha­ben völ­lig un­brauch­ba­re Er­geb­nis­se ge­lie­fer­t:: Statt "A­mi go ho­me" ein kam nur ein Kau­gum­mi­-­ar­ti­ges "Äää­mei go ho­me". Da­bei kam Com­mo­do­re (der Hers­telelr des Ami­ga) aus Penn­syl­va­nia, weit weg von Te­xas.

EU-Gesetz bedroht unser Trinkwasser

In die­sem Blog ver­mei­de ich Po­li­ti­k, aber die­ses The­ma treibt mich um. Wir ha­ben die Ver­ant­wor­tung, ei­ne Ge­sell­schaft zu bau­en, die auch für nach­fol­gen­de Ge­ne­ra­ti­o­nen noch le­bens­wert ist.

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Im Au­gen­blick gibt es, we­nig be­ach­tet von den Me­di­en und da­mit für uns kaum wahr­nehm­bar ei­ne äu­ßerst be­droh­li­che Ent­wick­lung:

Im eu­ro­pä­i­schen Pa­r­la­ment wird der­zeit ein Ge­setz zur "Li­be­ra­li­sie­rung des Trink­was­ser­mark­tes" vor­be­rei­tet – schö­ner Ti­tel für teuf­li­sches Werk. Da EU­-­Recht über deut­schem Recht steht, wird in Fol­ge die­ses Ge­set­zes si­cher die deut­sche Trink­was­ser­ver­ord­nung kas­siert wer­den.

In Deut­sch­land ob­liegt die Trink­was­ser­ver­sor­gung als ho­heit­li­ches Recht den Kom­mu­nen. Die Was­ser­ver­sor­gung darf nur kos­t­en­de­ckend ar­bei­ten, die Ver­sor­gungs­be­trie­be dür­fen kei­ne Ge­win­ne er­wirt­schaf­ten! Im Au­gen­blick ha­ben wir da­durch ei­ne her­vor­ra­gen­de Trink­was­ser­qua­li­tät aus je­dem Was­ser­hahn. Das wird nicht so blei­ben, wenn wir uns nicht weh­ren.

Kon­zer­ne wie Nest­lé oder Kraft wer­den sich mit ein paar an­de­ren die­sen Markt auf­tei­len. Sol­che Kon­zer­ne ha­ben kein In­ter­es­se, dass wei­ter­hin trink­ba­res Was­ser aus dem Was­ser­hahn komm­t. Sie wer­den ih­re Ge­win­ne ma­xi­mie­ren und uns un­ser Trink­was­ser ver­kau­fen – in Fün­f­-­Li­ter­-­Ka­nis­tern zu Prei­sen wie wir sie aus dem Ur­laub in Spa­ni­en, Frank­reich oder Ita­li­en ken­nen. Mit Lei­tungs­was­ser kann man dann kaum mehr die Zäh­ne put­zen, als Le­bens­mit­tel, selbst zum Nu­deln- oder Ge­mü­se­-­Ko­chen ist es dann ab­so­lut un­ge­eig­net.

Was "Li­be­ra­li­sie­rung von In­fra­s­truk­tur" be­deu­tet, se­hen wir ja mo­men­tan an den grau­en­vol­len Ent­wick­lun­gen im Ener­gie­mark­t.

Ich bit­te euch da­her: Wer­det ak­ti­v!

Schaut euch die­se In­itia­ti­ve an und un­ter­zeich­net, wenn ihr das The­ma, wie ich, für wich­tig er­ach­tet.

ww­w.­right2wa­ter.eu/­de

Schreibt an eu­re Ab­ge­ord­ne­ten im Eu­r­o­pa­pa­r­la­ment, im Bun­des­tag, im Land­tag. De­ren Adres­sen fin­det Ihr un­ter ww­w.­ab­ge­ord­ne­ten­watch.­de. Macht eu­re Stadt- und Ge­mein­de­rä­te auf­merk­sam. Nur wenn das The­ma in die Me­di­en komm­t, be­steht ei­ne Chan­ce, dass sich die­ses Ge­setz ver­hin­dern läss­t.

Die EU hat den Frie­dens­no­bel­preis be­kom­men, ist mit die­sem The­ma aber da­bei, den ge­sell­schaft­li­chen Frie­den zu de­sta­bi­li­sie­ren.

So­weit darf es nicht kom­men, fin­de ich.

PS 1: Dan­ke an Ruth Stu­ben­voll für den Tex­t, den ich scham­los ko­piert ha­be.

PS 2: Die Da­ten­schut­z­er­klä­rung der Un­ter­schrif­ten­sei­te und das "Kon­for­mi­täts­zer­ti­fi­kat", aus­ge­stellt vom BSI, ha­be ich ge­prüft und für gut emp­fun­den.

PDF-Kommentare unter Linux: nix is'

Im ak­tu­el­len Li­nux­-­U­ser Ma­ga­zin ist ein Ar­ti­kel über PD­F- Kom­men­ta­re. Bei mir keimt Hoff­nung auf ...

Mit Oku­lar un­ter Li­nux bin ich bis­lang sehr zu­frie­den, wenn man da­mit nur auch PD­F­-­Kom­men­ta­re er­stel­len könn­te.

Der Ar­ti­kel im ak­tu­el­len Li­nux­-­U­ser Ma­ga­zin (ja, auch so was le­se ich) ver­gleicht ei­ni­ge Pro­gram­me. Mit lei­der ma­ge­rem Er­geb­nis:

Bis­lang hat­te ich die Hoff­nung, das Oku­lar noch lernt, PD­F­-­Kom­men­ta­re zu er­stel­len. Wenn ich die FAQ da­zu le­se, kann ich die Hoff­nung wohl auf­ge­ben. Als An­wen­der in­ter­es­siert mich nicht, wo und wie Oku­lar Kom­men­ta­re spei­cher­t. Es in­ter­es­siert mich auch nicht, dass ich da­mit an­de­re Da­tei­for­ma­te kom­men­tie­ren könn­te. Ich will nur ei­nes: PDFs kom­men­tie­ren und mit Be­nut­zern von an­de­ren Platt­for­men aus­tau­schen. Und die­se zen­tra­le An­for­de­rung un­ter­stützt Oku­lar nicht. Und die Be­grün­dung ist nicht: "Hat noch kei­ner im­ple­men­tier­t", son­dern: "Wir ha­ben ein an­de­res Kon­zep­t." Das ist mal wie­der ein ty­pi­sches Bei­spiel da­für, das Ent­wick­ler sich nicht dar­um sche­ren, was ih­re An­wen­der wol­len. Scha­de, so wird das nie was mit Frei­er Soft­ware.

Dann wird noch Xour­nal vor­ge­stell­t, das ich bis­lang nicht kann­te. Mei­ne Li­nux­-­Dis­tri­bu­ti­on lie­fert Ver­si­on 0.4.5. Lei­der ge­lingt es mir da­mit nicht auch nur einen Strich oder einen Text­box ein­zu­ge­ben. Ob die­se Kom­men­ta­re dann als PDF ge­spei­chert wer­den wür­den, konn­te ich da­mit erst gar nicht tes­ten.

Die Su­che geht al­so wei­ter ...

PS: Ja, Ca­ba­retS­ta­ge ken­ne ich. Das ist aber sehr, sehr trä­ge. Und die Ent­wick­ler ver­ste­hen noch nicht ein­ma­l, was der Feh­ler an die­sem Auf­ruf ist:

ja­va ... com.­ca­ba­ret.claptz.s­ta­ge.­main.­Stan­dardS­ta­ge $*

(Auf­lö­sung. Das letz­te Ar­gu­ment muss "$@" sein, in­cl. der Quo­tes.)

Alternative zu Small Business Server in der c't

In der ak­tu­el­len c't (26/12, wohl noch bis 16. De­z. am Ki­o­s­k) ist ein in­ter­es­san­ter Ar­ti­kel. Und der dort er­wähn­te UCS (U­ni­ven­ti­on Cor­po­ra­te Ser­ver) ist auf der DVD da­bei — in­cl. Agorum, SEP und Zarafa.

"S­mall Busi­ness Ser­ver ... Prei­se stei­gen bei sin­ken­dem Funk­ti­ons­um­fang dras­tisch. Wir lie­fern ... ei­ne schlüs­sel­fer­ti­ge Al­ter­na­ti­ve, die auf Li­nux auf­baut. Die zeigt zwei Din­ge: Small Busi­ness Ser­ver geht auch oh­ne Mi­cro­soft und die Da­ten las­sen sich un­be­scha­det aus dem gol­de­nen Kä­fig in die Open­-­Sour­ce­-­Welt ver­schie­ben."

Ich kann Al­len nur emp­feh­len, den UCS mal aus­zu­pro­bie­ren oder zu­min­dest die Ar­ti­kel zu le­sen! Der ent­hält auch ein Re­chen­bei­spiel für die Kos­ten.

Zwei Din­ge freu­en mich be­son­ders an dem Ar­ti­kel:

  1. Just vor zwei Wo­chen hat mich ein Freund ge­frag­t, was er "li­­nu­xa­r­ti­­ge­s" sei­­nen Kun­­den als Al­ter­na­ti­­ve zum Small Bu­si­­ness Ser­­ver an­­bie­ten kann. Er hält gar nichts da­von, dass MS al­les in die Cloud le­­gen will. Sei­­ne Kun­­den wol­len auch Ar­­bei­ten, wenn die Lei­tung mal weg ist. Ich ha­­be ihm emp­­foh­­len, sich mal den UCS an­­zu­­se­hen.

  2. Der UCS steht schon lan­­ge auf der Lis­te der Lö­­sun­­gen, die ich mei­­nen Kun­­den an­­bie­ten wür­­de -- wä­­re ich nicht als Se­­cu­ri­­ty­­­-­­Ex­­per­te un­­ter­­wegs :-)

Nach­trag [2012­-­12­-­29] für die, die das Heft ver­säumt ha­ben: Im Hei­se Ki­osk gibt es die Ar­ti­kel Small Busi­ness Ser­ver­:UCS c’t Edi­ti­on und Mi­gra­ti­on vom Mi­cro­soft SBS auf Li­nux zu kau­fen.

2012-09: „Steht ein Manta-Fahrer vor der Uni ...“

"Steht ein Man­ta­-­Fah­rer vor der Un­i" war ein Kom­men­tar zu der Mel­dung, dass Mi­cro­soft in den Se­cu­ri­ty­-­Markt ein­steig­t. Das war 2005 und da­für hat Mi­cro­soft zu sei­ner ei­ge­nen AV­-­Lö­sung ei­ne gan­ze Rei­he von Tech­no­lo­gi­en und Fir­men (u.a. Ge­CAD Soft­ware, Gi­ant Com­pa­ny Soft­wa­re, Sy­ba­ri) zu­ge­kauf­t.

Plötz­lich hat der Man­ta schein­bar ge­merk­t, dass er auf dem falschen Park­platz steht: Heim­lich, still und lei­se hat Mi­cro­soft an­ge­kün­digt, die Wei­ter­ent­wick­lung des In­ter­net Se­cu­ri­ty and Ac­ce­le­ra­ti­on Ser­ver (I­SA), der in­zwi­schen Fo­re­front Thre­at Ma­nage­ment Gate­way 2010 (TMG) heißt, ein­zu­stel­len. Und gleich noch ein paar an­de­re Mit­glie­der der Fo­re­front­-­Fa­mi­lie mit. Üb­rig blei­ben nur die Pro­duk­te, die Mal­wa­re auf Ex­chan­ge­-­Ser­vern fil­tern sol­len. Zwar gibt es noch Sup­port bis 2015 bzw. den Ex­ten­ded Sup­port bis 2020, aber wei­ter­ent­wi­ckelt wird nicht mehr.

Die Schwei­ne­rei bei der An­ge­le­gen­heit: Ei­ne gan­ze Men­ge Mi­cro­soft­-­Kun­den, die sich für Mi­cro­soft Fo­re­front ent­schie­den ha­ben, um ih­re Fir­ma ab­zu­si­chern, ste­hen jetzt im Re­gen. Und es zeig­t, dass man mit­nich­ten im­mer auf der si­che­ren Sei­te ist, wenn man sich für die Lö­sung des Markt­füh­rers ent­schei­det – zu­min­dest, wenn der sich mit ei­nem Pro­dukt so gänz­lich raus aus sei­nem an­ge­stamm­ten Pro­dukt­seg­ment be­weg­t.

Dass es schief ge­hen kann, ist da­bei nicht ein­mal ei­ne Fra­ge der Kom­pe­tenz oder Pro­dukt­qua­li­tät: Vie­le Leu­te sind der Mei­nung, dass der ISA­-­Ser­ver in ei­ner ho­mo­ge­nen Mi­cro­soft­-­Um­ge­bung einen sehr gu­ten Job macht. Nein, es geht dar­um, dass der Markt­füh­rer ir­gend­wann fest­stell­t, dass er mit dem „Ni­schen­pro­duk­t“ im Ver­gleich zu an­de­ren Pro­dukt­spar­ten zu we­nig Um­satz macht. Dann be­schließt das Ma­na­ge­ment, dass es „stra­te­gisch“ bes­ser sei, die Wei­ter­ent­wick­lung blei­ben zu las­sen. Wo die Be­stands­kun­den blei­ben, die auf Mi­cro­soft ver­traut ha­ben, ist ega­l.

Ähn­lich ging es üb­ri­gens den Kun­den von Sy­man­tec. Der Her­stel­ler kauf­te an­no 2000 die Fire­wall Rap­tor von Axent und ver­mark­te­te sie als "Sy­man­tec En­ter­pri­se Fi­re­wall". Nicht lan­ge da­nach wur­de auch sie wie­der ein­ge­stell­t. Auch hier war die­ses Pro­dukt nur ein Zu­brot zum ei­gent­li­chen Kern­ge­schäft, der Con­su­mer­-­End­point­-­Se­cu­ri­ty. Und als die Um­satz­ren­di­te nicht pass­te, war es schnell wie­der aus dem Port­fo­lio ver­bannt. Wer in die Röh­re guck­te, wa­ren die Kun­den!

Wer al­so die Ab­lö­sung sei­ner ISA/TMG­-­Lö­sung plant, dem emp­feh­le ich, sich bei der Ent­schei­dung für die nächs­te Lö­sung ge­nau an­zu­schau­e­n, wo­mit ge­nau der nächs­te Lie­fe­rant sein Kern­ge­schäft macht und ob die Pro­duk­te, für die man sich in­ter­es­siert auch wirk­lich in des­sen Port­fo­lio pas­sen.

Kurzsichtiger Juristentag

Vom Deut­schen Ju­ris­ten­tag hat­te ich bis­lang den Ein­druck, er sei weit­sich­tig. Seit den neu­en Be­schlüs­sen ge­gen An­ony­mi­tät im In­ter­net und für Vor­rats­da­ten­spei­che­rung muss ich dies al­ler­dings re­vi­die­ren.

Auf der Ver­samm­lung letz­te Wo­che (18.­-­21. Sep­tem­ber 2012) hat der Ju­ris­ten­tag tat­säch­lich be­schlos­sen: »Ein „Recht auf an­ony­me In­ter­net­-­Nut­zung“ ist nicht an­zu­er­ken­nen (Punkt 6.b, Sei­te 24) und "T­e­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­an­bie­ter soll­ten [...] ver­pflich­tet wer­den, be­stimm­te Ver­kehrs­da­ten zu sam­meln und für min­des­tens sechs Mo­na­te zu spei­chern" (Punkt 4.d Sei­te 11).

Erschreckend!

Da­mit hat der Ju­ris­ten­tag ge­zeig­t, dass Tech­nik­fol­ge­n­ab­schät­zung nicht zu sei­nen Stär­ken ge­hör­t. Bei­des, Vor­rats­da­ten­spei­che­rung und Nicht­-­A­n­ony­mi­tät, ge­fähr­den auf Dau­er die freie Mei­nungs­äu­ße­rung und da­mit un­se­re De­mo­kra­tie. Wenn nun die Ju­ris­ten in das glei­che Horn sto­ßen, wie die Po­lit­ker, und schrei­en: "Si­cher­heit statt Frei­heit", dann kön­nen wir doch schon mal den Kof­fer su­chen und über­le­gen, wo­hin man aus­wan­dern kann.

Wer­'s selbst nach­le­sen will:htt­p://ww­w.d­jt­-­net.­de/­be­schlu­es­se/­be­schlu­es­se.pdf

Informationssicherheit im Zeitalter von Social Media

Auch 2012 wie­der: (ISC)²­-­Po­di­ums­dis­kus­si­on mit Hart­mut Go­ebel auf der it­-­sa in Nürn­berg

Auf der it­-­sa in Nürn­berg fin­det auch die­ses Jahr wie­der die tra­di­ti­o­nel­le (ISC)²­-­Po­di­ums­dis­kus­si­on stat­t. The­ma die­ses Jahr:

"Die Kon­trol­le zu­rück­ge­win­nen: In­for­ma­ti­ons­si­cher­heit im Zeit­al­ter von So­ci­al Me­dia"

Am Diens­tag, 16. Ok­to­ber 2012 um 16:00 Uhr im "Au­di­torum".

Es dis­ku­tie­ren Isa­bell Münch (B­SI), Hu­ber­tus Storck (NS­N), Hart­mut Go­ebel, Björn Voi­tel, Dr. Wer­ner De­gen­hardt (L­MU Mün­chen) und Rai­ner Rehm (NS­N). Mo­de­ra­ti­o­n: Nor­bert Luck­hardt, Chef­re­dak­teur der KES.

Aufgaben sortieren in Outlook

/images/2012/Aufgaben_Outlook.png

Out­look 2007 oder neu­er

Ver­wen­de die "Er­in­ne­rungs­zeit" als Wie­der­vor­la­ge

"Auf­ga­ben" ver­wen­den, nicht die "Vor­gangs­lis­te"

"Über­fäl­li­ge Auf­ga­ben" de­fi­nie­ren als:

Grup­pe­rie­ren nach

  1. Er­in­­ne­rungs­­­zeit, auf­­s­tei­­gen­d, Feld an­­zie­­gen

  2. Sta­tus

Fil­ter: SQL mit die­sem Tex­t:

("http://schemas.microsoft.com/mapi/id/{00062003-0000-0000-C000-000000000046}/811c000b" = 0 AND
("http://schemas.microsoft.com/mapi/id/{00062008-0000-0000-C000-000000000046}/85020040" is NULL OR "http://schemas.microsoft.com/mapi/id/{00062008-0000-0000-C000-000000000046}/85020040" <= today())
AND
("http://schemas.microsoft.com/mapi/id/{00062003-0000-0000-C000-000000000046}/81040040" is NULL OR
"http://schemas.microsoft.com/mapi/id/{00062003-0000-0000-C000-000000000046}/81040040" <= today()))

Das be­deu­tet

  • Nicht er­le­­digt (81c00b)

  • Er­in­­ne­rung heu­te oder frü­her oder kei­­ne an­­ge­­ge­­ben

  • Okay.

  • Das Feld Er­in­­ne­rungs­­­zeit er­­scheint ganz rechts, an ge­wün­sch­te Po­­si­ti­on schie­­ben.

  • Fer­tig

Her­e­'s an­o­ther tip. Fin­ding ar­tic­les about Out­look Fil­ter pro­gram­ming is tricky, but if you sea­rch for one of the fol­lo­wi­ng using MSN Sea­rch or Goo­gle, you will find se­ver­al ar­tic­les to check:

  htt­p://­sea­rch.ms­n.­com/re­sults.aspx?q=81050040

  htt­p://­sea­rch.ms­n.­com/re­sults.aspx?q=811c000b

The­se num­bers co­me from the XML sche­ma for the Out­look SQL syn­ta­x. So­me­ti­mes using a ve­ry spe­ci­fic iden­ti­fi­er in this way can de­li­ver ac­cu­ra­te hits.

Portrait von Hartmut Goebel

Hartmut Goebel

Diplom-Informatiker, CISSP, CSSLP, ISO 27001 Lead Implementer

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