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Informatikkunst

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Die Rhä­thi­sche Bahn in der Schweiz UN­ES­CO Kul­tur­er­be. Wohl we­gen Ih­rer küh­nen Tras­sen­füh­rung und Kon­struk­ti­o­nen. Wenn ich un­ter ei­ner der Brü­cken dort ste­he (sie­he Bild) und mir vor­stel­le, dass die schon 100 Jah­re alt sind und mit viel, viel Kör­per­ein­satz ge­baut wur­den, be­kom­me ich Hoch­ach­tung. Hoch­ach­tung vor den In­ge­ni­eu­ren, die das ge­plant und be­rech­net ha­ben. Hoch­ach­tung vor Hand­wer­kern und Ar­bei­tern, die die­se Kon­struk­te aus­ge­führt ha­ben.

Das geht wohl Vie­len so, sonst hät­te es nicht für das Welt­kul­tur­er­be ge­reicht.

In­ge­ni­eurs­kunst zeigt sich an vie­len Stel­len, und auch der Nicht­-­In­ge­ni­eur läßt sich da­von be­ein­dru­cken. An­ge­fan­gen von ei­nem sau­ber funk­tio­nie­ren­dem Ta­schen­mes­ser bis zum Eif­fel­tur­m.

Scha­de, dass In­for­ma­tik­kunst nicht so of­fen­sicht­lich ist. Die Kunst­wer­ke mei­ner Zunft sieht man sel­ten: Wer liest schon Quell­co­de und kann sich an des­sen Ele­ganz er­freu­en? Wer weiß schon einen schö­nen Al­go­rith­mus, ein gu­tes Pro­to­koll oder ei­ne sau­be­re Im­ple­men­tie­rung zu schät­zen.

Ein Trost bleibt (na­ja): Die­ses Schick­sal tei­len wir mit der Ma­the­ma­ti­k: De­ren Fou­ri­er­-­Trans­for­ma­ti­o­nen sind in der In­ge­ni­eurs­kunst ele­men­ta­r, aber die Ma­the­ma­tik sieht man eben nicht.

Portrait von Hartmut Goebel

Hartmut Goebel

Diplom-Informatiker, CISSP, CSSLP, ISO 27001 Lead Implementer

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