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Antike Fundstücke: Aminet und AmokEd

Neu­jahr ist ei­ne gu­te Ge­le­gen­heit, aus­zu­mis­ten. Das ha­be ich ha­be heu­te mit mei­nen al­ten Book­marks ge­tan. Schön, wenn man gleich fünf oder zehn auf ein­mal lö­schen kann, weil die Sei­ten nicht mehr exis­tie­ren. Da­bei bin ich auch auf ei­ne al­te Samm­lung Ami­ga­-­Links ge­sto­ßen. Die konn­te ich al­le lö­schen – bis auf einen, der tat­säch­lich noch ak­tu­ell wa­r: Ami­Net.

An­fang der 1990er war es noch üb­lich, Soft­ware per Dis­ket­te zu ver­schi­cken, wo­bei die­je­ni­gen von Fred Fish be­son­ders be­kannt wa­r. Die Be­grif­fe "Freie Soft­wa­re" oder "O­pen Sour­ce" wa­ren da­mals viel­leicht ge­bo­ren, aber auch wir Stu­den­ten kann­ten sie nicht. Für uns gab es "Free­wa­re" oder "Pu­blic Do­main" (und noch ein paar Ka­te­go­ri­en wie "S­ha­re­wa­re"). Und dann kam Ami­net! Erst ein ein­zel­ner FT­P-­Ser­ver, spä­ter ein paar Spie­gel­ser­ver, von de­nen an sich die Soft­ware di­rekt her­un­ter­la­den konn­te. Wie re­vo­lu­ti­o­när das wa­r, wir mir erst heu­te be­wußt. Und ich ge­hör­te zu den Pri­vi­le­gier­ten, die an der Uni In­ter­net hat­ten und Ami­net nut­zen konn­ten.

Bis Mit­te der 1990er wur­de Ami­net ein wich­ti­ges On­li­ne­-­A­r­chiv für Ami­ga­-­Soft­wa­re. Mehr zur  Be­deu­tung und Ge­schich­te von Ami­net (Selbst­dar­stel­lung) be­schreibt der eng­li­sche Wi­ki­pe­dia­-­Ein­trag (der deut­sche Ein­trag be­rück­sich­tigt lei­der die ak­tu­el­le­re Ent­wick­lung nicht).

Was mich aber am meis­ten fas­zi­nier­t: Es gibt Ami­net noch im­mer. Und auch die Da­ten sind noch da. Dar­un­ter ei­ne Ver­si­on mei­nes Edi­tors Amo­kEd von 1992, zu dem als Quel­le "Fish col­lec­ti­o­n" an­ge­ge­ben ist. Und auch die Fisk Disks gibt es noch als FT­P-­A­r­chiv und im Fred Fish me­mo­ri­al ar­chi­ve.

Portrait von Hartmut Goebel

Hartmut Goebel

Diplom-Informatiker, CISSP, CSSLP, ISO 27001 Lead Implementer

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