<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<?xml-stylesheet type="text/xsl" href="../assets/xml/rss.xsl" media="all"?><rss version="2.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><title>Goebel Consult (Einträge über CISSP-Geflüster)</title><link>https://www.goebel-consult.de/</link><description></description><atom:link href="https://www.goebel-consult.de/categories/cat_cissp-gefluester.xml" rel="self" type="application/rss+xml"></atom:link><language>de</language><copyright>Contents © 2000;2025 &lt;a href="mailto:h.goebel@goebel-consult.de"&gt;Hartmut Goebel&lt;/a&gt; </copyright><lastBuildDate>Wed, 26 Mar 2025 18:30:42 GMT</lastBuildDate><generator>Nikola (getnikola.com)</generator><docs>http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss</docs><item><title>2012-09: „Steht ein Manta-Fahrer vor der Uni ...“</title><link>https://www.goebel-consult.de/blog/cissp-gefluester/2012-09-steht-ein-manta-fahrer-vor-der-uni/</link><dc:creator>Hartmut Goebel</dc:creator><description>&lt;p&gt;"Steht ein Manta-Fahrer vor der Uni" war ein
&lt;a class="reference external" href="http://www.heise.de/security/news/foren/forum-85851/msg-8983218/read/"&gt;Kommentar&lt;/a&gt;
zu der Meldung, dass Microsoft in den Security-Markt einsteigt. Das war
2005 und dafür hat Microsoft zu seiner eigenen AV-Lösung eine ganze
Reihe von Technologien und Firmen (u.a. &lt;a class="reference external" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Microsoft-kauft-Antivirus-Technologie-von-GeCAD-80319.html"&gt;GeCAD
Software&lt;/a&gt;,
&lt;a class="reference external" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Microsoft-kauft-Anti-Spyware-Firma-122266.html"&gt;Giant Company
Software,&lt;/a&gt;
Sybari) zugekauft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Plötzlich hat der Manta scheinbar gemerkt, dass er auf dem falschen
Parkplatz steht: Heimlich, still und leise hat Microsoft
&lt;a class="reference external" href="http://blogs.technet.com/b/server-cloud/archive/2012/09/12/important-changes-to-forefront-product-roadmaps.aspx"&gt;angekündigt&lt;/a&gt;,
die Weiterentwicklung des Internet Security and Acceleration Server
(ISA), der inzwischen Forefront Threat Management Gateway 2010 (TMG)
heißt, einzustellen. Und gleich noch ein paar andere Mitglieder der
Forefront-Familie mit. Übrig bleiben nur die Produkte, die Malware auf
Exchange-Servern filtern sollen. Zwar gibt es noch Support bis 2015 bzw.
den Extended Support bis 2020, aber weiterentwickelt wird nicht mehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Schweinerei bei der Angelegenheit: Eine ganze Menge
Microsoft-Kunden, die sich für Microsoft Forefront entschieden haben, um
ihre Firma abzusichern, stehen jetzt im Regen. Und es zeigt, dass man
mitnichten immer auf der sicheren Seite ist, wenn man sich für die
Lösung des Marktführers entscheidet – zumindest, wenn der sich mit einem
Produkt so gänzlich raus aus seinem angestammten Produktsegment bewegt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dass es schief gehen kann, ist dabei nicht einmal eine Frage der
Kompetenz oder Produktqualität: Viele Leute sind der Meinung, dass der
ISA-Server in einer homogenen Microsoft-Umgebung einen sehr guten Job
macht. Nein, es geht darum, dass der Marktführer irgendwann feststellt,
dass er mit dem „Nischenprodukt“ im Vergleich zu anderen Produktsparten
zu wenig Umsatz macht. Dann beschließt das Management, dass es
„strategisch“ besser sei, die Weiterentwicklung bleiben zu lassen. Wo
die Bestandskunden bleiben, die auf Microsoft vertraut haben, ist egal.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ähnlich ging es übrigens den Kunden von Symantec. Der Hersteller kaufte
anno 2000 die Firewall Raptor von Axent und vermarktete sie als
"Symantec Enterprise Firewall". Nicht lange danach wurde auch sie wieder
eingestellt. Auch hier war dieses Produkt nur ein Zubrot zum
eigentlichen Kerngeschäft, der Consumer-Endpoint-Security. Und als die
Umsatzrendite nicht passte, war es schnell wieder aus dem Portfolio
verbannt. Wer in die Röhre guckte, waren die Kunden!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer also die Ablösung seiner ISA/TMG-Lösung plant, dem empfehle ich,
sich bei der Entscheidung für die nächste Lösung genau anzuschauen,
womit genau der nächste Lieferant sein Kerngeschäft macht und ob die
Produkte, für die man sich interessiert auch wirklich in dessen
Portfolio passen.&lt;/p&gt;</description><guid>https://www.goebel-consult.de/blog/cissp-gefluester/2012-09-steht-ein-manta-fahrer-vor-der-uni/</guid><pubDate>Fri, 28 Sep 2012 22:00:00 GMT</pubDate></item><item><title>2012-04: Compliance bringt keine Sicherheit </title><link>https://www.goebel-consult.de/blog/cissp-gefluester/2012-04-compliance-bringt-keine-sicherheit/</link><dc:creator>Hartmut Goebel</dc:creator><description>&lt;p&gt;Meiner Meinung nach völlig zu unrecht. Es ist ist zu kurz gedacht.
Compliance bedeutet erst einmal lediglich, Regeln zu erfüllen, die von
der Industrie, von Verbänden, Banken, Versicherungen oder dem
Gesetzgeber aufgestellt wurden – etwa der Sarbanes Oxley Act von der
US-Regierung, PCI-DSS vom der Kreditkartenindustrie, Basel III von der
Bank für Internationalen Zahlungsausgleich und so weiter. Ein
Unternehmen, das „compliant“ ist, hat bisher genau ein einziges Risiko
ausgeschlossen: Den Verstoß gegen diese Regeln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Keine Frage, bestimmte Geschäftsmodelle sind zwangsläufig darauf
angewiesen, Compliance-Anforderungen zu befolgen: Wenn etwa daran eine
Zulassung hängt wie an PCI-DSS für Anbieter von Kreditkarten oder die
Erfüllung von Basel III-Kriterien die Kreditwürdigkeit beeinflusst. Ich
empfehle jedoch, genau zu prüfen, ob und in welchem Maße Ihr Unternehmen
Compliance-Vorschriften nachkommen muss – oder aber, ob der
Compliance-Vorwand nicht nur als Geschäftsführerschreck und
Honorarmaschinerie für Unternehmensberater und Security-Anbieter
angeführt wird.&lt;/p&gt;
&lt;section id="compliant-sein-heiszt-noch-lange-nicht-sicher-sein"&gt;
&lt;h2&gt;Compliant sein, heißt noch lange nicht, sicher sein&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die meisten Unternehmen sind aber mit anderen Risiken konfrontiert, als
„non-compliant“ zu sein: Sie haben Geschäftsgeheimnisse zu verlieren,
sie müssen innovativ sein und sie müssen vor allem schnell auf
Marktgegebenheiten reagieren können, um mitbewerbsfähig zu bleiben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine regelgerechte Compliance hilft dabei aber nicht. Im Gegenteil, sie
kann sogar Sicherheitsstrukturen im Wege stehen, die flexibel neue
Situationen berücksichtigen sollen. Compliant sein, bedeutet nämlich
auch Schwerfälligkeit und Langsamkeit, denn jeder Prozess und jede
Veränderung muss daraufhin geprüft werden, ob alle Regeln einhalten
werden. Und der Hype um Compliance führt dazu, dass komplette
Security-Budgets in teure Compliance-Maßnahmen gesteckt werden, die der
Sicherheit des Unternehmens wenig dienlich sind. Hauptsache ist, der
Wirtschaftsprüfer bescheinigt beim Jahresabschluss, dass Ihr Unternehmen
compliant ist. Haken dahinter. Ob alle Sicherheitsrisiken damit
berücksichtigt sind, ist leider häufig egal.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer klug ist, der achtet weniger auf seine Compliance, sondern darauf,
dass er ein Sicherheitskonzept erhält, das wirklich passgenau auf seine
Ansprüche zugeschnitten ist. Nicht mehr und nicht weniger.&lt;/p&gt;
&lt;/section&gt;</description><guid>https://www.goebel-consult.de/blog/cissp-gefluester/2012-04-compliance-bringt-keine-sicherheit/</guid><pubDate>Tue, 22 May 2012 09:10:06 GMT</pubDate></item><item><title>2012-02: Bring Your Own Life (Glosse)</title><link>https://www.goebel-consult.de/blog/cissp-gefluester/2012-02-bring-your-own-life-glosse/</link><dc:creator>Hartmut Goebel</dc:creator><description>&lt;p&gt;Also riskieren die CEOs und Chef-Personaler lieber nichts – es wäre ja
auch angesichts des latent drohend Fachkräftemangels fahrlässig. So
versorgt man lieber die kontraproduktiven und larmoyanten
Security-Spezialisten mit extra-breitem Leukoplast, um sie ruhig zu
stellen und entwickelt sogar fleißig weitere
„Bring-Your-Own-x“-Angebote, um die kostbaren Fachkräfte zu binden.
Spannende White Paper, die kürzlich aus den Personalabteilungen großer
Konzerne an die Öffentlichkeit gelangt sind, lassen bahnbrechende
Innovationssprünge in Sachen „BYOx“ erwarten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einem hessischer Mittelständler beispielsweise setzte bei einer
Einrichtung an, die bisher ständig für Klagen sorgte – der
Firmenkantine. Mit BYOF (Bring Your Own Food) wurde aus dem Stein des
Anstoßes ein Erfolgskonzept. Das langweilige Kantinenessen wurde
abgeschafft, die Mitarbeiter bringen nun abhängig von den individuellen
Geschmacksvorlieben und gesundheitlicher Vorgeschichte ihre Verpflegung
selbst mit ins Büro. Das Unternehmen unterstützt das Projekt, indem es
formschöne Henkelmänner in den Saisonfarben Hellgrün und Orange zum Kauf
anbietet, die individuell mit den Lieblingsspeisen befüllt werden
können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Spannend auch das Konzept BYOC, das im Ingolstädter Stammhaus von Audi
seit Januar diesen Jahres praktiziert wird. Die Idee zu „Bring Your Own
Car“ lag insofern nahe, da zumindest bei den deutschen Arbeitnehmern das
Auto noch wichtiger als sein iPhone ist. Sie erspart dem Mitarbeiter den
doch eher lästigen Umstieg in den unpersönlichen Firmenwagen: In
Ingolstadt müssen sich die Mitarbeiter nicht mehr an die firmeneigenen
Audi A4 und A5 umgewöhnen, sondern dürfen ohne Druck seitens der
Firmenleitung im eigenen Toyota oder Fiat zur Arbeit kommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch Anbieter werden aktiv. Das Möbelhaus Ikea hat bereits eine ganze
Abteilung in seinem Showroom auf den neusten BYOC-Trend (Bring Your Own
Chair) abgestimmt. Ergänzt wurde – synonym zur Family Card – eine
Office-Karte, mit der Mitarbeiter bestimmter Firmen ihre eigenen
Büroausstattung zu günstigen Preise einkaufen und dann ihr Büro damit
möblieren können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einige Modelle enthalten jedoch gehörigen Sprengstoff. So der neuste
Ansatz von IBM, die erst kürzlich mit provokanten Personalstrategien von
sich reden machte. Mit seinen Konzepten IBM-BYOW (Bring Your Own Work)
und IBM-BYOM (Bring Your Own Money) – beide noch „Non Disclosure“ –
könnte das Unternehmen allerdings für Uweiter Schlagzeilen sorgen: Sie
gewähren in einer klassischen win-win-Situation einerseits dem
Mitarbeiter alle nur vorstellbare Individualität und Freiheit,
andererseits dem Arbeitgeberunternehmen eine Toprendite: BYOW stellt dem
Mitarbeiter frei, die eigenen Arbeit mitzubringen und erspart IBM damit
unter anderem die Vertriebsabteilung. Mit BYOM endet sogar die
finanzielle Abhängigkeit der Mitarbeiter, indem er sein Gehalt selbst
übernimmt. So können die Arbeitgeber entlastet werden und neue
Arbeitsplätze schaffen, die sich wiederum mit BYOM selbst finanzieren.
Das perfekte Perpetuum-Mobile, bei dem jedoch unsere Arbeits- und
Wirtschaftsministerien noch ein Wörtchen mitzureden haben werden.&lt;/p&gt;</description><guid>https://www.goebel-consult.de/blog/cissp-gefluester/2012-02-bring-your-own-life-glosse/</guid><pubDate>Mon, 05 Mar 2012 16:11:47 GMT</pubDate></item><item><title>2012-01: In die Cloud! In die Cloud! Aber wo soll die sein?</title><link>https://www.goebel-consult.de/blog/cissp-gefluester/2012-01-in-die-cloud-in-die-cloud-aber-wo-soll-die-sein/</link><dc:creator>Hartmut Goebel</dc:creator><description>&lt;p&gt;Zu fragen, „wo“ denn die Cloud ist, ist die „Alles-in-die-Cloud“-Jünger
Blasphemie. Denn das tolle an der Cloud ist ja gerade, dass sie „immer
und überall“ (Erste Allgemeine Verunsicherung) ist. Dabei stimmt das
nicht: Am Ende laden die virtuellen Maschinen dann doch wieder auf
„Kisten“, als ganz physikalischer Hardware, und die muss ja irgendwo
stehen. Und damit spielen die Sicherheitsvorkehrungen des externer
Dienstleister plötzlich eine wichtige Rolle: Denn BDSG §11 verweist die
Verantwortung klar an den Auftraggeber: Der hat zu prüfen, ob der
Auftragnehmer ordentlich arbeitet, zuverlässig ist und den Datenschutz
enthält.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer also mit voller Konsequenz auf die Cloud setzt, tut gut daran,
seinem Anbieter auch unter dem Aspekt der Informationssicherheit auf den
Zahn fühlen. Hier einige Punkte, die Sie vor Vertragsabschluss klären
sollten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kann der Anbieter eine Vereinbarung zur Auftragsdatenverarbeitung
(nach BDSG) vorlegen?&lt;/strong&gt; In den nächsten zwei Jahren können Sie ein
„Oops, haben wir noch nicht, erstellen wir aber“ so eben noch
akzeptieren. Es gibt aber trotzdem Minuspunkte. Wer es in zwei Jahren
nicht kann, dem sollten sie den Rücken kehren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Hat der ISP einen Datenschutzbeauftragten (DSB)?&lt;/strong&gt; Ein fehlender DSB
ist ein hartes Ausschlusskriterium. Aber Abzüge gibt es auch für einen
DSB, der nicht versteht, wozu Sie die obige Vereinbarung benötigen. Es
mangelt diesem dann offensichtlich am Bewusstsein, was wichtig ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wo liegen die Daten?&lt;/strong&gt; Nicht jeder ISP hat ein eigenes Rechenzentrum.
Fragen Sie deshalb auf jeden Fall nach, wo er denn seine Services
hostet. Wenn ich bei einem (deutschen) SaaS-Anbieter keinen Hinweis
finden, wo die Daten gehostet werden, werde ich skeptisch. Erst heute
habe ich einen gesehen, der in einer Präsentation vollmundig „PCI DSS
zertifizierte, hochsichere Server“ und „verschlüsselte Backups“
verspricht, sich im Kleingedruckten aber vorbehält, die Daten bei
„externe[n] Hosting-Provider[n]“ zu speichern. Seien Sie neugierig,
fragen Sie nach. Wer technisch versiert ist, kann auch mit Tools wie
&lt;em&gt;nslookup&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;whois&lt;/em&gt; einiges an Erkenntnis gewinnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;In welchem Rechenzentrum stehen die – physikalischen – Maschinen?&lt;/strong&gt;
Verlassen Sie sich nicht auf die Versprechungen des Dienstleisters. Ein
Besuch im Rechenzentrum lohnt sich. Ich habe schon AS400 in Toiletten
oder Kartons, Kabelsalat und Holzböden im Rechenzentrum gesehen. Wenn
solche Missstände noch nicht einmal beseitigt werden, wenn Kunden
kommen, sollten Sie auf Abstand gehen. Der &lt;a class="reference external" href="https://www.bsi.bund.de/ContentBSI/grundschutz/kataloge/baust/b02/b02.html"&gt;Grundschutzkatalog
„Infrastruktur“&lt;/a&gt;
gibt hier wertvolle Tipps.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kann der Anbieter eine Zertifikat nach ISO 27001 vorweisen?&lt;/strong&gt;
Grundsätzlich ist dieses Zertifikats ein gutes Zeichen. Spricht es doch
dafür, dass sich der Dienstleister mit dem Thema Sicherheit
auseinandergesetzt hat. Aber: Die Zertifizierung belegt zwar, dass der
ISP ein Information Security Management (ISMS) hat, es ist aber damit
weder gewährleistet, dass es funktioniert, noch dass alle Maßnahmen
umgesetzt sind. Achten Sie auch darauf, welcher Teil des Unternehmens
überhaupt zertifiziert wurde. Weitere gute Zeichen sind ein
BSI-Grundschutzzertifikat und Hinweise auf Standardprozesse etwa nach
ITIL.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gibt viele Anbieter auf dem Markt. Die erhöhte Nachfrage nach
Rechenzentrumskapazität durch die Cloud hat einen Wettbewerb ausgelöst,
der von den Großen wie Micorosoft, Google, 1&amp;amp;1 oder Amazon mit
gewaltiger Marketingmacht geführt wird. Das heißt aber noch lange nicht,
dass sie mit einem dieser Giganten auf der sicheren Seite sind,
respektive, dass er zu Ihnen passt. Oft ist die bessere Wahl – vor allem
für Mittelständler – sich einen guten, bewährten mittelständischen ISP
als Partner zu suchen, der mit Ihnen auf Augenhöhe diskutiert und Ihre
Bedürfnisse kennt. Prüfen Sie also, fragen Sie – aber nehmen Sie bitte,
bitte nicht den Nächstbesten – auch nicht wenn er Google oder Microsoft
heißt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn Sie Unterstützung bei der Auswahl, der Untersuchung oder den
Gesprächen brauchen, sprechen Sie mich an :-)&lt;/p&gt;</description><guid>https://www.goebel-consult.de/blog/cissp-gefluester/2012-01-in-die-cloud-in-die-cloud-aber-wo-soll-die-sein/</guid><pubDate>Sun, 01 Jan 2012 23:00:00 GMT</pubDate></item><item><title>2011-11: In Troja nichts Neues</title><link>https://www.goebel-consult.de/blog/cissp-gefluester/2011-11-in-troja-nichts-neues/</link><dc:creator>Hartmut Goebel</dc:creator><description>&lt;p&gt;Nein, das wird keinen politische Kolumne. Versprochen! Als Bürger
erschreckt es mich natürlich, wie die Politik mit dem Problem
"Bundestrojaner" umgeht. Als CISSP sage ich aber: Das war zu erwarten.
Denn schon lange ist zu beobachten, dass den Politikern zu allem, was
Informationstechnik angeht, das Fachwissen fehlt. Und dazu der gute
Wille, sich zu informieren: Ein Blick ins IT-Grundschutzhandbuch,
insbesondere auf den Baustein &lt;a class="reference external" href="https://www.bsi.bund.de/ContentBSI/grundschutz/kataloge/baust/b01/b01.html"&gt;B1 Übergreifende
Aspekte&lt;/a&gt;.
hätte schon weitergeholfen. Herausgeber ist übrigens die Bundesrepublik
Deutschland, entwickelt wurde es ursprünglich ausgerechnet für Behörden!
Die "Aktuelle Stunde" im Bundestag zum Bundestrojaner belegt diese
Mankos eindrücklich - launisch protokolliert in &lt;a class="reference external" href="http://blog.fefe.de/?ts=b0601699"&gt;Fefes
Blog&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;section id="wie-ersparen-sie-sich-solche-peinlichkeit"&gt;
&lt;h2&gt;Wie ersparen Sie sich solche Peinlichkeit?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ganz offensichtlich ist etwas eingetreten, das nicht eintreten sollte.
Dumm gelaufen. Aus der Bredouille hilft den Betroffenen (etwa Ihnen als
Security-Beauftragtem) nur: Sie müssen nachweisen können, das Sie
"alles" getan haben, um diesen Vorfall zu vermeiden. Blättern wir also
in der einschlägigen Literatur, was „alles“ ist: Es sind hier klare
Verhaltensregeln, technische Maßnahmen, organisatorische Maßnahmen,
Protokolle und Kontrollmechanismen aufgelistet. Inklusive den Maßnahmen,
die eine professionelle Krisen-PR für den "Worst Case" vorschreibt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Damit erreichen Sie Fünferlei:&lt;/p&gt;
&lt;ul class="simple"&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Sie entlasten sich persönlich von der Unterstellung von Verfehlungen,&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Sie reduzieren reell das Risiko, dass etwas passiert,&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Sie schrecken ab; falls doch etwas passiert,&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Sie können Sie den Schaden eingrenzen,&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Sie können den Verursacher in die Verantwortung nehmen.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Übrigens: Auch wenn Sie Ihren Mitarbeitern grundsätzlich vertauen –
anderes wäre ganz schlecht für Ihre Unternehmen – brauchen Sie Vorsorge.
Denn alleine das &lt;a class="reference external" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz_der_gro%C3%9Fen_Zahlen"&gt;Gesetz der großen
Zahlen&lt;/a&gt;
belegt, dass Sie ein schwarzes Schaf in der Firma haben, wenn sie nur
groß genug ist.&lt;/p&gt;
&lt;/section&gt;
&lt;section id="unsere-herren-innenminister-taten-sich-mit-diesem-nachweis-schwer"&gt;
&lt;h2&gt;Unsere Herren Innenminister taten sich mit diesem Nachweis schwer&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;1. Wo sind die klaren Regeln?&lt;/strong&gt; BKA Chef Zierke zeigt in seinem
&lt;a class="reference external" href="https://netzpolitik.org/2011/sprechzettel-von-bka-chef-ziercke-zum-staatstrojaner/"&gt;Redemanuskript&lt;/a&gt;
(letzte Seite), wie man es nicht machen darf: „Glauben Sie mir, meine
Mitarbeiter verstehen das nicht!“ Fragen Sie also Ihre Mitarbeiter und
Kollegen, ob die Regelungen klar sind. Ob sie wissen, was sie zu tun und
was sie zu lassen haben. Und natürlich müssen Sie die Regeln an aktuelle
Gesetzeslage und höchstrichterliche Entscheidungen anpassen. Zugegeben,
nicht ganz einfach, aber &lt;a class="reference external" href="http://www.bverfg.de/entscheidungen/rs20080227_1bvr037007.html"&gt;wichtige
Entscheidungen&lt;/a&gt;
gehen sogar durch die Presse.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;2.Wo sind die technischen Maßnahmen?&lt;/strong&gt; „Gelegenheit macht Diebe“, sagt
der Volksmund. Übertragen in die Software-Entwicklung bedeutet es:
Funktionalität, die nicht benötigt wird, soll es erst gar nicht geben.
Wenn also mit einem Bundestrojaner kein Nachladen erlaubt sein soll,
dann darf die Software diese Funktion erst gar nicht enthalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;3. Wo sind die organisatorischen Maßnahmen?&lt;/strong&gt; Die Technik kann das
Einhalten von Regeln unterstützen, aber nicht aller Mißbrauch läßt sich
durch Technik verhindern. Beim Bundestrojaner ist mir nicht bekannt
geworden, wie denn verhindert werden sollte, dass die Nachladefunktion
genutzt wird. Hatten die ausführenden Beamten Zugang zu den „Plugins“?
Waren diejenigen, die die den „Update“ anstoßen könnten, die gleichen,
die das Abhören gesteuert haben? Stichwort: Vier-Augen-Prinzip.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;4. Wo sind die Protokolle und Dokumentation?&lt;/strong&gt; Die Protokollfunktion
des Bundestrojaners scheint nicht sonderlich
&lt;a class="reference external" href="http://blog.fefe.de/?ts=b05ed620"&gt;revisionssicher&lt;/a&gt; zu sein. Kein
Wunder, dass die Innenminister hier Ärger bekamen: Konnten die schwarze
Schafe hier vielleicht fälschen? Oder deren Kollegen, Stichwort:
&lt;a class="reference external" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Korpsgeist"&gt;Korpsgeist&lt;/a&gt;. Die
Anforderungen an Buchhaltungen sind jedenfalls höher als bei Eingriffen
in Grundrechte. Übrigens könnte hier Papierprotokolle mit Unterschriften
schon helfen :-)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;5. Wo ist die Kontrolle?&lt;/strong&gt; Beim Bundestrojaner hatte ich nicht den
Eindruck, dass die Beamten Kontrollen ihres Tuns und damit Konseqzenzen
befürchten mussten. Keiner hat gesagt: „Hier sind unsere Regeln, und wir
haben geprüft, dass sich alle daran gehalten habe.“ Laut Herrn Zierke
wurden sie immerhin &lt;a class="reference external" href="http://blog.fefe.de/?ts=b05ed620"&gt;„&lt;/a&gt;&lt;a class="reference external" href="http://blog.fefe.de/?ts=b05ed620"&gt;auf
Plausibilität
kontrolliert&lt;/a&gt;&lt;a class="reference external" href="http://blog.fefe.de/?ts=b05ed620"&gt;“&lt;/a&gt;
- was immer das heißen mag.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beim Bundestrojaner ist noch einige anderes schief gelaufen, doch das
würde den Rahmen dieser Kolumne sprengen. Erwähnen möchte ich nur noch
kurz die Stichpunkte "mangelnde Kontrolle vom Outsourcing von
IT-Dienstleistung" (&lt;a class="reference external" href="https://www.bsi.bund.de/ContentBSI/grundschutz/kataloge/baust/b01/b01011.html"&gt;B 1.11
Outsourcing&lt;/a&gt;)
und "mangelnde Ausbildung und Interessenkonflikte" (&lt;a class="reference external" href="https://www.bsi.bund.de/ContentBSI/grundschutz/kataloge/m/m03/m03050.html;jsessionid=218A77AB524E66C1AD3402377F0893D0.2_cid165"&gt;M 3.50 Auswahl von
Personal&lt;/a&gt;),
die beide schon ein gutes Stück weitergeholfen hätten.&lt;/p&gt;
&lt;/section&gt;
&lt;section id="und-wenn-ihnen-das-passiert"&gt;
&lt;h2&gt;Und wenn Ihnen das passiert?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Dann haben Sie hoffentlich aus den Fehlern unserer Politiker gelernt und
sind gut vorbereitet. Sie geben die dokumentieren Verfahren und andere
Unterlagen dem Pressesprecher und lehnen sich entspannt zurück. Na ja,
ganz so einfach wird es nicht werden. Aber Sie sind dann zumindest gut
gewappnet, um den Sturm zu überstehen. Toi, Toi, Toi!&lt;/p&gt;
&lt;/section&gt;</description><guid>https://www.goebel-consult.de/blog/cissp-gefluester/2011-11-in-troja-nichts-neues/</guid><pubDate>Tue, 08 Nov 2011 09:25:17 GMT</pubDate></item><item><title>2011-10: Aus der Schublade in die Köpfe</title><link>https://www.goebel-consult.de/blog/cissp-gefluester/2011-10-aus-der-schublade-in-die-koepfe/</link><dc:creator>Hartmut Goebel</dc:creator><description>&lt;p&gt;Um mehr Arbeit zu schaffen, nehmen Mitarbeiter Dateien auf USB-Stick mit
nach Hause oder schicken sie sich per E-mail. Um schnell und
unkompliziert mit Kollegen zu kommunizieren, nutzen sie im Unternehmen
Skype. Auf Facebook erzählen sie begeistert von "ihrer Firma". Sie
nutzen nach Lust und Laune ihre LieblingsApps, um ihr Arbeitsumfeld
bequemer oder auch spannender zu gestalten. Für jeden Security-Experten
ein grauenvolles Szenario, denn alle diese Aktionen bieten wunderbare
Ansätze für Social Engineering-Attacken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie sehr der Mensch im Mittelpunkt unserer Security-Bemühungen stehen
muss, zeigt die neue Studie "The Risk of Social Engineering on
Information Security" von Dimensional Resarch: 64 Prozent der in
Deutschland befragten Unternehmen wurden bereits Opfer so genannter
Social Engineering-Attacken. 46 Prozent waren in den vergangenen beiden
Jahren von 25 oder mehr solcher Angriffe betroffen mit Folgekosten pro
Vorfall von über 25.000 Dollar sowie Daten- und Reputationsverlust.&lt;/p&gt;
&lt;section id="eigentlich-ist-alles-in-der-security-policy-geregelt"&gt;
&lt;h2&gt;Eigentlich ist alles in der Security-Policy geregelt ...&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Für Datenschutzbeauftragte, Chief Information Security Officer und
IT-Aministratoren ist das nichts Neues. Sie haben alle Szenarios auch in
ihren Policies akribisch abgebildet und Vorsorge getroffen, doch die
Realität zeigt: Gerade engagierte Kollegen, finden Wege, die technischen
Maßnahmen zu umgehen oder sie ignorieren sie ganz einfach. „Kann Du mir
das schnell auf deinen Stick kopieren, ich darf das ja nicht.“ Geht die
Mail mit dem 10-MB-Anhang nicht raus, wird sie eben über den
Privat-Account verschickt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Herausforderung ist also: Wie kriegt man die Vorschriften, Regeln
und Prozesse aus der Schublade des CISO in die Köpfe der Mitarbeiter?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einen pfiffigen und durchaus vielversprechenden Ansatz haben Unternehmen
wie &lt;a class="reference external" href="http://www.checkpoint.de"&gt;Checkpoint&lt;/a&gt; oder die deutsche
&lt;a class="reference external" href="http://www.itwatch.de"&gt;itWatch&lt;/a&gt; vorgestellt. Aktionen (wie Zugriffe
auf Applikationen, aber auch Kopieren von Daten auf USB etc.) sind ab
sofort nicht einfach erlaubt oder verboten. Ein rechtebasiertes
Dialogsystem weist darauf hin, wenn der Mitarbeiter etwas tun will, das
er nicht darf oder soll. Wenn er beispielsweise ein Dokument, das als
"vertraulich" markiert ist, an einen Adressaten außerhalb der Firma
senden will, erscheint ein Hinweis: "Du schickst grade ein vertrauliches
Dokument nach draußen. Bist du sicher, dass du das tun willst?". Es läßt
sich auch regeln, dass der Mitarbeiter nicht nur „Ja, ich will“
anklicken darf, sondern eine kurze Begründung eingeben muss.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wertet man das Logging dieser Aktionen aus, ergeben sich überdies
wichtige Erkenntnisse über das Verhalten einzelner Mitarbeiter: Wer also
ständig mit den gleichen Ausnahmen und Regelverstößen auffällt, den kann
der Securtiy-Beauftragte nochmals gezielt darauf ansprechen und auf die
Risiken hinweisen. Wie immer bei solchen Auswertungen ist dafür die
Zustimmung des Betriebsrates nötig.&lt;/p&gt;
&lt;/section&gt;
&lt;section id="dialog-mit-dem-mitarbeiter"&gt;
&lt;h2&gt;Dialog mit dem Mitarbeiter&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Damit können Mitarbeiter künftig aktiver in die Security-Prozesse
eingebunden werden. Sie können Situationen, die gefährlich sein können,
erkennen, einschätzen und selbst und sofort vermeiden. Der Weg führt
also weg von strikten Verboten, die sie nicht einsehen können, weg von
der Ansammlung an Technologien, die die Kollegen nicht verstehen, hin zu
Prozessen, die nachvollziehbar sind. Im besten Fall empfindet sie der
Mitarbeiter auch noch positiv, wenn er damit beispielsweise bewusst ein
Risiko vermeiden kann der sich eine Blamage erspart. Ein solches
Verfahren wirkt damit gleichzeitig wie eine immerwährende
Awareness-Maßnahme.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum Zweiten werden die Mitarbeiter dabei unterstützt, die Policy
einzuhalten, ohne großen Aufwand zu verlangen. Wenn der Anwender seine
Daten beim Kopieren auf den USB-Stick mit einem extra Programm
verschlüsseln muss, wird es ihm oft genug zu umständlich sein und der
wird es unterlassen. Wenn die Daten beim Kopieren automatisch
verschlüsselt werden, dann ist sicherlich niemand böse darüber.&lt;/p&gt;
&lt;/section&gt;</description><guid>https://www.goebel-consult.de/blog/cissp-gefluester/2011-10-aus-der-schublade-in-die-koepfe/</guid><pubDate>Mon, 17 Oct 2011 10:51:24 GMT</pubDate></item><item><title>2011-09: Kommerz über Recht - FDP, die "Gefällt-mir"-Partei</title><link>https://www.goebel-consult.de/blog/cissp-gefluester/2011-09-kommerz-ueber-recht-fdp-die-gefaellt-mir-partei/</link><dc:creator>Hartmut Goebel</dc:creator><description>&lt;p&gt;&lt;a class="reference external" href="http://www.manuelhoeferlin.de/component/content/article/82-pressemitteilung.html"&gt;Manuel Höferlin
warnt&lt;/a&gt;
vor vorschnellen Verboten, die Social-Netzwerk-Betreibern die Geschäfte
vermasseln könnten. Er plädiert dafür, den Facebook-Nutzern selbst die
Verantwortung aufzubürden, sich darum zu kümmern, ob ihre Daten getrackt
werden oder nicht. Stichworte "mündiger Bürger" und "das Recht
anzupassen": Der "Gefällt-mir“-Knopf muss bleiben, ohne Wenn und Aber,
ohne Strafen und EInschränkungen. Facebook und Co. müssen weiterhin
persönliche Userdaten nach Lust und Laune ohne Erlaubnis abgreifen und
damit Geld verdienen dürfen. Vermutlich ist sonst der
Wirtschaftsstandort Deutschland gefährdet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ganz schön frech, denn im Klartext heißt das: Der "Netzexperte" der FDP
stellt die Interessen von Facebook über das Grundgesetz und das
Bundesverfassungsgericht. Ich finde den Vorschlag schlicht unerträglich,
das "Recht anzupassen", nur damit "Soziale Netze", also kommerzielle
Unternehmen, weiterhin Profile von Benutzern sammeln dürfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und die Forderung, den User eigenverantwortlich in die Pflicht zu
nehmen, ist wohl eher eine Zumutung als die Anerkennung der
Bürgerrechte: Unterbinden lässt sich das Tracking der persönlichen Daten
nämlich nur mit Tools wie "NoScript" und "RequestPolicy". Wer also nicht
will, dass Facebook seine Daten sammelt, muss auf jeder Site Javascript
und RequestPolicy anpassen. Er muss also einen großen Aufwand betreiben
und auch ein passables technisches Wissen mitbringen, damit er sein
informelles Selbstbestimmungsrecht wahrnehmen kann. Viel Spaß dabei!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn Herr Höferlin also den „mündigen Surfer“ fordert, dann ist das
nichts weiter, als eine faule oder unüberlegte Ausrede, um den
kommerziellen Interessen von Facebook (und anderen sozialen Netzen) zu
Willen zu sein. Wer eine Website betreibt, ist nun mal ein "Anbieter"
(eines
&lt;a class="reference external" href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Telemediengesetz#Telemedien"&gt;Telemediendienstes&lt;/a&gt;)
und kein „Benutzer“ mehr. Er steht damit auch in der Pflicht, den
Datenschutz zu wahren und kann diese Verantwortung nicht als Schwarzen
Peter alleine Facebook zuschieben.&lt;/p&gt;
&lt;section id="daten-geschenkt-statt-datenschutz"&gt;
&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Daten geschenkt statt Datenschutz&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Mag ich auch riskieren, als ewig Gestriger zu gelten: Ich bin der
Meinung, dass die Kommunikationsmanager von Firmen gut daran tun,
zwischendurch mal darüber nachzudenken, welchen Nutzen ihr Unternehmen
von einem "Gefällt-mir“-Button von Facebook hat und wo sie ihn
platzieren. So gesehen bei einer nürnberger Bank -- ausgerechnet einer
Bank, höchst sensible Institute, die Hundertausende Euro für Compliance
und Datenschutz ausgeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den Bankkunden empfängt, wenn er sich fürs Online-Banking anmeldet, der
Text: „Unser Serviceteam für Onlinelösungen möchte Sie umfassend
betreuen und informieren. Um dies schnell und direkt zu tun, wurde eine
eigene Facebookseite gegründet [...]. Eine Anmeldung bei Facebook ist
nicht erforderlich, trotzdem können Sie Informationen lesen und wie
gewohnt unser Onlinebanking nutzen.“ - und der „Gefällt-mir“-Knopf.
Nichts gegen Service-Meldungen auf der Seite. Aber die sieht nur, wer
Javascript aktiv hat, denn sie kommen bereits von Facebook. Weshalb
nicht vom eigenen Webserver der Bank? Und weshalb die Bank Facebook
freiwillig die Information verkauft, nein sogar verschenkt, dass ihr
„Benutzer 123456 das Onlinebanking unsere Bank besucht hat“, ist mir ein
Rätsel. Wenn Facebook da nichts daraus macht, selber schuld.&lt;/p&gt;
&lt;/section&gt;</description><guid>https://www.goebel-consult.de/blog/cissp-gefluester/2011-09-kommerz-ueber-recht-fdp-die-gefaellt-mir-partei/</guid><pubDate>Thu, 01 Sep 2011 18:30:08 GMT</pubDate></item><item><title>2011-08: Gefährliches Managerspielzeug</title><link>https://www.goebel-consult.de/blog/cissp-gefluester/2011-08-horrorszenario-bring-your-own-device/</link><dc:creator>Hartmut Goebel</dc:creator><description>&lt;p&gt;Wer heutzutage nicht permanent sein Smartphone checkt, in Facebook, bald
auch Google+ postet oder kurz die neuste Statusmeldung tweetet, der ist
hoffnungslos hinterm Mond. Immer und überall auf sein Daten zugreifen
können, so lautet die Devise der jungen, dynamischen
Informationsgeneration, die den Arbeitsmarkt revolutioniert. Smartphone
und Tablet machen´s möglich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Arbeitnehmer will die Firma haben: Ohne Rücksicht auf Urlaub,
Wochende oder Feierabend checkt der engagierte Mitarbeiter seine Mails –
und greift im Bedarfsfall auch gleich ein. Da lacht das Controller-Herz,
wenn der Mitarbeiter ihm freiwillig statt der vertraglich vereinbarten
37,5 Stunden glatte 50 spendiert und allzeit bereit auf
Firmenkalkulationen, Firmenpräsentationen und Kundendaten zugreift. Denn
das Smartphone, das Netbook, der Tablet PC ist ja Gottseidank immmer
dabei.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Personaler liest die Bewerbungsmails abends auf dem iPad, den
Lebenslauf druckt er über einen Cloud-Service aus. Der Vertriebler
greift der inzwischen viel lieber mit seinem iPhone auf die
Kundendatenbank zugreift statt mit dem sauschweren Firmennotebook und
nicht zuletzt führt der Geschäftsführer der seinen Golffreunden stolz
sein cooles neues Android-Handy vor und ruft damit live Daten aus dem
internen Warenwirtschaftssystem ab. Toll, super, was nicht alles geht!
Man ist begeistert. Man ist beeindruckt.&lt;/p&gt;
&lt;section id="horrorszenario-consumer-it-im-business-umfeld"&gt;
&lt;h2&gt;Horrorszenario: Consumer-IT im Business-Umfeld&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Es tut mir leid, diese tolle Entwicklung madig zu machen. Aber aus
Security-Sicht der sind das Horror-Szenarien: Die smarten Kollegen mit
ihren privaten Smartphones und Tablet – und noch mehr ihre Chefs --
sollten sich bewusst sein, dass ihr privates Spielzeug Consumer-Geräte
mit Consumer-Betriebssystemen sind. Das heißt, es gibt kein "Enterprise
Management", das dafür sorgt, dass man damit sicher und zuverlässig
arbeiten kann. Das iPhone lässt sich im laufenden Betrieb knacken, auch
der Passcode ist kein Schutz. Das
&lt;a class="reference external" href="https://www.heise.de/artikel-archiv/ct/2011/15/154_iPhone-geknackt-Alles-lesbar-trotz-Passcode"&gt;zeigt&lt;/a&gt;
das c't Magazin in Ausgabe 15/2011. Für Android Updates auch nur
Security-Patches zu bekommen, ist ein kleines Kunststück: Die meisten
Herstellern Hersteller interessiert das gar nicht. Das belegt auch die
neuste &lt;a class="reference external" href="http://www.symantec.com/content/en/us/about/media/pdfs/symc_mobile_device_security_june2011.pdf"&gt;Studie von
Symantec&lt;/a&gt;
die Iphone und Android ganz klar die Business-Tauglichkeit absprechen.
Einzig der Blackberry, der von jeher auf den Unternehmenseinsatz
ausgelegt ist, bietet entsprechende Lösungen. Aber der Blackberry ist ja
auch total uncool, denn für den gibt es ja die ganzen tollen Apps nicht.&lt;/p&gt;
&lt;/section&gt;
&lt;section id="und-keine-rechtliche-handhabe"&gt;
&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Und keine rechtliche Handhabe&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Und was ist, wenn das private Smartphone, auf dem ja keiner
Schutzmechanismen von Firmenseite installiert sind, geklaut wird? Na ja,
man könnte die Daten aus der Ferne löschen – solange der Dieb die
SIM-Karte nicht gleich herausnimmt. Aber tut man das, wenn das Handy
"nur" zwei Stunden nicht auffindbar ist? Und darf der Arbeitgeber
überhaupt das überhaupt einfordern oder gar anordnen. Darf er nicht,
denn er darf ja nicht einmal private Mails vom Firmenserver löschen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Android, iOS und Co sind verantwortlich für ein ganz ganz großes
schwarzes Sicherheitsloch. Dessen sollten sich Firmenchefs bewusst sein,
wenn sie ihre Admins drangsalieren, alle mobilen Devices "ins System" zu
bekommen. Denn die sind einfach froh, dass sie es geschafft haben. Sie
werden keine Zeit und Energie aufwenden, sich auch noch Gedanken um die
Sicherheit zu machen und sich ihr Image als coole Jungs versauen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und von Arbeitnehmerseite sind auch ein, zwei kritische Gedanken
erlaubt: Wer will schon bei einem Unternehmen arbeiten, dass ständige
Verfügbarkeit voraussetzt? Wer will wirklich bei einem Unternehmen
arbeiten, das so unsensibel mit den Daten umgeht – auch mit meinen? Und
das damit womöglich hohe Schäden riskiert, die am Ende den eigenen
Arbeitsplatz kosten.&lt;/p&gt;
&lt;/section&gt;</description><guid>https://www.goebel-consult.de/blog/cissp-gefluester/2011-08-horrorszenario-bring-your-own-device/</guid><pubDate>Wed, 03 Aug 2011 09:48:41 GMT</pubDate></item><item><title>2011-02: Fleißige Datensammler für lukratives Geschäftsmodell gesucht</title><link>https://www.goebel-consult.de/blog/cissp-gefluester/2011-02-fleisige-datensammler-fuer-lukratives-geschaeftsmodell-gesucht/</link><dc:creator>Hartmut Goebel</dc:creator><description>&lt;p&gt;Der ertappte Bösewicht wollte &lt;a class="reference external" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Datenschutz-im-Internet-Harte-Linie-gegen-Website-Betreiber-1193121.html"&gt;Berichten von
heise&lt;/a&gt;
online zufolge seine beiden Hobby-Foren mit der IVW-Besucherzählung, dem
Amazon-Partnerprogramm und Google-AdSense mitfinanzieren. Das störte
jemand (mich stört so etwas übrigens auch) und der beklagte sich. Der
Landesdatenschutzbeauftragte forderte den Betreiber daraufhin auf, die
Missstände abzustellen und die besagten Tools von seiner Website zu
entfernen. Auflage war auch, mit dem Hoster des Servers einen Vertrag
zur Auftragsdatenverarbeitung abzuschließen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Irgendwie lächerlich scheint es auf den ersten Blick schon, dass
ausgerechnet ein Betreiber einer popeligen Hobby-Website Ärger mit dem
Landesdatenschutzbeauftragten (LfD) bekommt. Der Meinung sind auch
mindestens die Hälfte der über 800 Kommentare auf heise online. Doch
irgendwie auch wieder nicht. Denn genau betrachtet haben die Verstöße
gegen das Datenschutzgesetz mit der Größe seines "Geschäfts" gar nichts
zu tun.&lt;/p&gt;
&lt;section id="viele-fleiszige-kleine-sammler-fullen-den-datentopf"&gt;
&lt;h2&gt;Viele fleißige kleine Sammler füllen den Datentopf&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Jedes Portal, jede Website, die die Werbe- und Tracking-Tools der großen
Dienste- und Contentanbieter wie Google, Ebay oder Amazon einbinden, ist
deren Erfüllungsgehilfe. Der „Kleine“ sammelt die Daten für die
„Großen“, eine Art
&lt;a class="reference external" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Crowdsourcing"&gt;Crowdsourcing&lt;/a&gt; zum
Datensammeln. Erst durch diese vielen, vielen zuverlässigen und
kostenlosen Messstellen bekommen Google, Amazon und wie sie alle heißen,
das begehrte Wissen und den Überblick über die Websurfer und deren
Verhalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Finanzierungsmodell des Betreibers der besagten kleinen Hobbyseite
sieht also so aus, dass er die Daten seiner Besucher weiterverkauft.
Richtig, „verkauft“ ist hier der richtige Begriff. Denn er bekommt Geld
dafür, dass er in seine Seite etwas einbaut, das die Werbung des Dritten
anzeigt und „nebenbei“ ein Tracking dieses Dritten ermöglicht. Aber die
&lt;a class="reference external" href="http://www.ivw.de/"&gt;IVW&lt;/a&gt;, sagen Sie, was ist denn da dran Schlimmes?
Das ist doch eine seriöse Institution und dafür zuständig, die
Druckauflage von Medien zu messen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Stimmt, aber es gibt einen kleinen Unterschied: Bei Druckerzeugnissen
kann die IWV nie wissen, was der Leser alles liest, denn der hat keinen
Kontakt zur IVW und seine Daten bekommt sie auch nicht. Online jedoch
setzt die IVW (bzw. deren &lt;a class="reference external" href="http://www.infonline.de/"&gt;Dienstleister
infOnline&lt;/a&gt;) ein Cookie mit einer
„&lt;a class="reference external" href="https://www.infonline.de/de/extra/datenschutz/"&gt;beliebige[n], intern vergebene[n] Zahlenfolge zur Erstellung einer
Marktforschungsstudie&lt;/a&gt;“,
Gültigkeit ein Jahr. Das bedeutet, dass infOnline von allen
IVW-getrackten Seiten erfährt, die ich besuche. (Außer ich würde ein
Jahr lang keine einzige davon besuchen.) Dahinter steckt das Interesse
der Werbewirtschaft. Es geht also wieder um Geld.&lt;/p&gt;
&lt;/section&gt;
&lt;section id="auch-den-groszen-eins-auf-die-mutze"&gt;
&lt;h2&gt;Auch den Großen eins auf die Mütze&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Was natürlich wie so oft unfair an der Sache ist: Den kleinen „Kleinen“
macht man die Hölle heiß, und die Großen lässt man laufen. Oder die
Großen haben einen Datenschutzbeauftragen, der ihnen den LfD vom Halse
hält. Appellieren wir also innigst an die Landesdatenschutzbeauftragten
aller Bundesländer, endlich auch die großen Website-Betreiber genau
unter die Lupe zu nehmen und ihnen eins auf die Mütze zu geben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Denn erst wenn Google keine Daten mehr aus Deutschland bekommt, wird
Google seine Sammelwut den deutschen Gesetzen anpassen. Und den
„Partnern“ hoffentlich auch eine ordentliche Vereinbarung zur
Auftragsdatenverarbeitung anbieten. Da allerdings das Geschäftsmodell
von Google "Datenaggregation" heißt, würden sie sich damit selbst das
Wasser abgraben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Goebel Consult sammelt derzeit „rein statistische“ Daten, wie viele
Websites in Deutschland Google Analytics, AdSense, Amazon oder IVW
verwenden. Mein Tipp: über 50 Prozent.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ein paar Anekdoten am Rande:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ul class="simple"&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Der Forenbetreiber hat nun also einen Vertrag zur
Auftragsdatenverarbeitung mit seinem Hoster, HostEurope, geschlossen.
HostEurope nimmt es auf seiner eigenen Website aber nicht so ernst
mit dem Datenschutz und verwendet selbst Google Analytics (steht
sogar in den
„&lt;a class="reference external" href="http://www.hosteurope.de/content/Datenschutzerklaerung"&gt;Datenschutzhinweisen&lt;/a&gt;“).
Über die Problemen mit Google Analytics habe ich in der &lt;a class="reference external" href="https://www.goebel-consult.de/blog/cissp-gefluester/2010-05-finger-weg-von-google-analytics/"&gt;Kolumne vor
einem Jahr&lt;/a&gt; ausführlich
berichtet.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;IWV, bzw. deren Dienstleister infOnline, nehmen es mit dem
Datenschutz auch nicht so genau: Der Vertrag enthält keine
Vereinbarungen, die m.E. (juristischer Laie) den Anforderungen des
DBSG bzgl. Vereinbarung zur Auftragsdatenverarbeitung genügt. Er
verweist auf Website, die sich aber jederzeit ändern kann.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Der Forenbetreiber will mit der Werbung sein Hobby refinianzieren.
InfOnline kostet pro Jahr mindestens 150 Euro, der dazu nötige
IVW-Beitrag mindestens 314 Euro. Mit dem Geld könnte er schon sieben
Monate einen Dedicated Server bei seinem Hoster bezahlen, also über
ein halbes Jahr.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/section&gt;</description><guid>https://www.goebel-consult.de/blog/cissp-gefluester/2011-02-fleisige-datensammler-fuer-lukratives-geschaeftsmodell-gesucht/</guid><pubDate>Mon, 14 Feb 2011 23:00:00 GMT</pubDate></item><item><title>2010-12: Hintertüren allen Ortes</title><link>https://www.goebel-consult.de/blog/cissp-gefluester/2010-01-hintertueren-allen-ortes/</link><dc:creator>Hartmut Goebel</dc:creator><description>&lt;p&gt;Im Dezember &lt;a class="reference external" href="http://www.heise.de/security/meldung/FBI-Backdoor-in-IPSec-Implementierung-von-OpenBSD-1153180.html"&gt;kamen Gerüchte
auf&lt;/a&gt;,
in der IPSec-Implementierung von &lt;a class="reference external" href="http://www.openbsd.org/"&gt;OpenBSD&lt;/a&gt;
könnten Hintertüten eingebaut sein. Anlass hierfür war die Mail eines
der Programmierer, die diesen Teil 2000 entwickelt haben. Er habe damals
auch eine FBI-Abteilung zum Einbau von Hintertüren beraten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das wäre tragisch, denn OpenBSD gilt als eines der sicherste Unixe.
Darum, und weil die BSD-Lizenz – anders als die GPL – nicht dazu
verpflichtet, dem Kunden den Quelltext zu liefern, ist es bei
Herstellern sehr beliebt. So basiert beispielsweise die Firewall
GenuaGate des deutschen Herstellers Genua darauf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun ist OpenBSD glücklicherweise öffentlich entwickelt und alle
Änderungen sind in einem &lt;a class="reference external" href="http://www.openbsd.org/cgi-bin/cvsweb/"&gt;Versionsverwaltung-Tool
hinterlegt&lt;/a&gt;. Ein
Softwareaudit bracht anscheinend keine Hinweise auf eine Hintertür
(siehe Links).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;„Da haben wir aber nochmal Glück gehabt!“ (Monty Python, Leben des
Brain)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wesentlich nachdenklicher stimmen mich die Überlegungen von Mok-Kong
Shen, ob es möglich wäre Hintertüren in die Schlüsselerzeugung von
RSA-Schlüsseln einzubauen. Mok-Kong Shen zeigt, dass durch geschicktes
Wählen eines Faktors Schlüssel erzeugt werden könnten, von denen ein
Teil bekannt ist und die sich damit wesentlich leichter brechen lassen.
Das „Geheimnis“ wäre dann der Algorithmus, mit dem der Faktor berechnet
wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum Problem wird das, wenn der Quelltext zum Erzeugen der Schlüssel
nicht öffentlich und damit nicht für jedermann auditierbar ist. Und
anscheinend verwenden (fast) alle X.509-Zertifikatsaussteller
(Trustcenter) proprietäre Software. Was das für die Verlässlichkeit.
Beziehungsweise eben Unzuverlässigkeit, der Trustcenter bedeutet male
ich mir lieber nicht aus.&lt;/p&gt;
&lt;section id="links"&gt;
&lt;h2&gt;Links&lt;/h2&gt;
&lt;ul class="simple"&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Humor: &lt;a class="reference external" href="http://img696.imageshack.us/img696/9687/openbsdbackdoorlocated.jpg"&gt;OpenBSD Backdoor ist schon lange
gefunden&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;&lt;a class="reference external" href="http://www.heise.de/security/meldung/OpenBSD-Audits-liefern-keine-Anzeichen-fuer-Backdoors-Update-1158501.html"&gt;OpenBSD: Audits liefern keine Anzeichen für
Backdoors&lt;/a&gt;
(Meldung auf Heise Online)&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;&lt;a class="reference external" href="http://www.genua.de/news/stellungnahme.html"&gt;Code-Analyse: Keine Hinweise auf Backdoor in
OpenBSD&lt;/a&gt;
(Stellungnahme von Genua)&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/section&gt;</description><guid>https://www.goebel-consult.de/blog/cissp-gefluester/2010-01-hintertueren-allen-ortes/</guid><pubDate>Sun, 16 Jan 2011 23:00:00 GMT</pubDate></item></channel></rss>